Altes Mainboard mit 32MB RAM – eigentlich schon überdimensioniert für die Software Pavlof 😉

Was bisher geschah: Ein neuer OfferCube Kunde beauftragte uns mit der Datenmigration all seiner Daten in das neue System. Wir analysierten die Daten des DOS Programms aus dem Jahr 1989 und konnten die Daten nun grundsätzlich einlesen.

Der nächste Schritt ist nun die Zusammenhänge der einzelnen Datenbank Dateien zu verstehen und die benötigten Datenbankdateien zu identifizieren.

Es stellte sich heraus, dass viele Datenbank Dateien mit sehr alten Inhalten befüllt waren oder kaum Inhalte vorhanden waren – einige davon waren nur für Einstellungszwecke bzw. für Features, die nicht benötigt bzw. verwendet wurden, gedacht.

Schlussendlich reduzierte sich die Anzahl von 27 Datenbank Dateien auf 6 tatsächlich benötigte Dateien.

Datenbankdiagramm der 3 wichtigsten Tabellen im Altsystem

Die wichtigsten 3 Tabellen sind AUFTRAG, KUNDEN und BESTELL.

In KUNDEN befinden sich die Kundenstammdaten.
In AUFTRAG befinden sich die Aufträge UND die Rechnungen.
In BESTELL befinden sich die bestellten Artikel zum jeweiligen Auftrag.

Wie bereits vorher erwähnt, gibt es mehrere AUFTRAG Datenbank Dateien.
Es stellte sich heraus, dass das Feature „Rechnungen schreiben“ wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt implementiert wurde.

So existierte in einigen der älteren Dateien das Feld „RECHNUNGNR“ noch nicht.
Ist das Feld befüllt, so ist der jeweilige Auftrag als verrechnet zu verstehen.
Ein Rechnungsdatum gibt es nicht – das Rechnungsdatum ist der Zeitpunkt des Ausdrucks auf Papier.
Wir entschieden uns daher als Rechnungsdatum den Eintrag im Feld „TERMIN“ zu verstehen (dies ist auch üblicherweise dann der Tag mit dem die Ware ausgeliefert wird und die Rechnung gedruckt wird).

Interessant ist auch das Feld „AUFSTATUS“. Hier spiegelt sich sowohl der Bestellstatus (beim Lieferanten) als auch der Lieferstatus (an den Kunden) sowie der Bezahlstatus wider. Ein Auftrag konnte auch als storniert gekennzeichnet werden.
Eigentlich gar keine blöde Idee mit der Gesamtübersicht aller Bestellungen auf Auftragsebene … Spoiler-Alert: wir haben uns da gleich ein paar coole Dinge abgeschaut und unser Lieferantenbestellungs-Modul (siehe Linked-In Artikel https://www.linkedin.com/pulse/feature-sammelbestellungen-bei-lieferanten-leo-eibler/ ) etwas erweitert 😉 In der Datenbank „BESTELL“ befinden sich die dann die tatsächlich bestellten Artikel zum jeweiligen Auftrag. Das Feld „STATUS“ stellt den Bestell/Lieferstatus vom Lieferanten dar.

Eine weitere Erkenntnis:

Wie oben beschrieben gibt es mehrere vom Namen her ähnlich lautende Datenbankdateien. Neben zusätzlichen Feldern die nach und nach hinzugekommen sind, wurde auch der Datenstamm an einer mehr oder weniger beliebigen Stelle fortgesetzt.

Datenbank Dateien mit ähnlich klingenden oder kryptischen Namen

Das bedeutete für uns, dass alle Datenbankdateien verarbeitet werden mussten und Duplikate erkannt und ausgefiltert werden mussten.
Wir haben in diesem Schritt auch gleich überprüft ob die Duplikate unterschiedlich sind – waren sie zum Glück nicht 😉

Nun war es an der Zeit das Migrationsszenario festzulegen … to be continued …

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